In Sulz entstand ein Einfamilienhaus, das konsequent auf die Bedürfnisse und Interessen der Bauherrschaft abgestimmt ist. Die Gestaltung greift verschiedene kulturelle Einflüsse auf und übersetzt sie in eine klare, materialbetonte Architektur. Für uns bedeutete das eine präzise und architekturgetreue Umsetzung – mit viel Aufmerksamkeit für Details und Übergänge.
Das Wohnhaus wurde als Holz-Beton-Hybridbau realisiert: Sämtliche Geschossdecken sowie die Wände im Untergeschoss und die tragenden Innenwände im Erd- und Obergeschoss wurden in Beton ausgeführt. Die übrigen Aussen- und Innenwände realisierten wir in Holzrahmenbauweise. Die Innenbekleidungen aus Holz wurden mit Dreischichtplatten umgesetzt, die Fassade mit einer Tannenschalung. Auch die Dachkonstruktion inklusive Kehlboden entstand in Holzbauweise.
Der Bauherrschaft war wichtig, dass Materialien in ihrer ursprünglichen Form wirken. Sichtbeton und Holz prägen deshalb das Innenleben und es wurde bewusst auf verputzte oder gestrichene Oberflächen verzichtet. So entsteht ein unmittelbarer, ehrlicher Ausdruck, der die gewählten Materialien in den Vordergrund stellt.
Ein zentrales Element bildet der offene Kursraum mit einer markanten Balkenstruktur in Form eines Thunderbirds – ein räumlicher Mittelpunkt mit starker gestalterischer Aussage. Im Wohnbereich setzt ein freihängendes Cheminée einen klaren Akzent, während Akustikdecken aus Holzwollplatten mit gefrästen Strukturen die Räume ergänzen.
So entstand ein Wohnhaus, das architektonische Idee und handwerkliche Umsetzung eng zusammenführt – präzise gebaut und konsequent im Ausdruck.